Das Zi hat Frühindikatoren entwickelt, die frühzeitig auf die Gefahr für die Überlastung des Gesundheitswesens durch COVID-19 hinweisen sollen. Nachfolgend wird unsere tägliche Lageeinschätzung im Hinblick auf diese Indikatoren dargestellt. Nähere Informationen finden Sie hier. Hinweis: Die Berechnung der Vorwarnzeit wurde am 26.10.2020 angepasst (Berücksichtigung der gemeldeten freien Kapazitäten auf Intensivstationen sowie Anpassung der altersspezifischen ITS-Fall-Raten). Das Methodenpapier wird derzeit aktualisiert und zeitnah bereitgestellt.
Stand: 28.10.2020 14.59 Uhr
Reproduktionszahl R: Anzahl der Personen, die eine infizierte Person durchschnittlich mit COVID-19 infiziert.
Neue Fälle je 100.000 Einwohnende in 7 Tagen: Auch als “7-Tage-Inzidenz” oder “Handlungsgrenze” bezeichnet. Wegen Meldeverzügen fehlen für einige Kreise/Bundesländer die Fallzahlen des Vortages. Fehlende Werte imputieren wir mit dem Mittelwert der vorhergehenden 6 Tage, um die 7-Tage-Inzidenz vergleichbarer zu machen.
Vorwarnzeit bei R=1,3: Anzahl von Tagen bis zur Überschreitung der stationären Behandlungskapazitäten (Annahme: für zukünftige COVID-19-Fälle stehen die derzeit freien Betten sowie bereits mit COVID-19-Fällen belegte Betten zur Verfügung) ab heute, falls R=1,3 ab dem 28.10.2020. Wir berücksichtigen die aktuelle Altersstruktur der Infizierten und unterschiedliche Raten der Intensivfälle: 1,37% für Unter-60-Jährige, 10,2% für 60-bis-79-Jährige, sowie 18,3% für Über-80-Jährige. Diese Quoten wurden auf Basis der im Intensivregister gemeldeten Fälle mit Korrektur für Doppelzählungen auf Grund von Verlegungen (27%) sowie COVID-19-Charakteristiken aus der Literatur bestimmt. Die “effektive Vorwarnzeit” ist die Vorwarnzeit abzüglich der angenommenen Reaktionszeit von 21 Tagen, bis ergriffene neue Maßnahmen wirken. Vgl. Methodenpapier.